audiophiel

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23. September 2014
von audiophiel
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piraten…

Am Anfang

Ich hab so verdammt viel von Pratens gelernt. In meinem ersten Semester kam ich an einen Stammtisch, knapp 20 Leute diskutieren angeregt, unglaubliche Disziplin und Qualität im Umgang miteinander. Versucht man das heute in mit dem Bild der Piraten, welches man unweigerlich im Kopf hat über einzubringen… Es passt einfach nicht – obwohl ich persönlich nach wie vor überwiegend Weiterlesen →

20. Februar 2014
von audiophiel
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Noch ein Beitrag…

Hallo Menschen, hier also mein Standpunkt.

Es tut mir weh. Ich sehe Beschimpfungen, Austritte, Statement über Statement, die Landesmailinglisten explodieren, verschiedene Vorstände nehmen verschiedene Positionen ein und wenn nicht, steht der Vorwurf des gezielten Aussitzens  auch sofort im Raum.

Jedes Verhalten stößt bei einer nicht geringen Menge von Menschen auf massive Abneigung.

Ich habe mich entschlossen kurz meine Auffassung dazulegen, behandelt ihr wie ihr es wollt.  Weiterlesen →

25. September 2013
von audiophiel
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Krampf, Kampf, Ohnmächtig

Ich bin Student. Student im vierten Fachsemsemester. Viertes Fachsemester Physik im Bachelor.
Momentan läuft das Fortgeschrittenenpraktikum I. Malwieder ein Praktikum. Das dritte in vier Semestern. Und es ist malwieder in den “Fehrien” der Vorlesungsfreien Zeit.
Diese Praktika machen Spaß, viel Spaß. Aber sie sind anstrengend. Sehr. Aber hey, das kümmert nicht. Es ist ja noch so weit entfernt. Dann, wenn man sich anmeldet. Weit entfernt. Genau wie die Klausuren.
Mitten im vierten Semester war das. Man hat es schon im Gefühl “Die Sommersemesterfehrienvorlesungsfreie Zeit wird anstrengend!” Weiterlesen →

8. Januar 2013
von audiophiel
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Zu Meiner Kandidatur

Ich kandidiere für das Amt des Vorsitzenden im Bezirksverband Freiburg – hier das Warum.

Die Piratenpartei ist mehr als nur eine momentane Laune. Sie ist eine wichtige und notwendige Bewegung im politischen Bild. Ihr Selbstverständnis, ihre Einstellung zu binnenpolitischen  Themen wie auch global betreffende Positionen sind richtig und notwendig. Gerade heute, wo es durch technische Mittel möglich ist ein etabliertes System zu hinterfragen, mehr Beteiligungsmöglichkeiten in allen ebenen zu schaffen und neue Ideen einzubringen.

Ich sehe momentan die beste Möglichkeit mich einzubringen darin, für den Bezirksvorsitz zu kandidieren. Ich spreche mir zu, über ein maß an diplomatischen Geschicks zu verfügen. Außerdem habe ich ein Grundvertrauen in alle – insbesondere in diejenigen, die sich engagieren wollen. Diese zwei Eigenschaften sind meiner Meinung nach wichtige Punkte um solch ein Amt zu bekleiden. Aus meinem Verständnis der Demokratie sehe ich meine Kandidatur als Angebot an die Piraten in Freiburg.  Ich bieten an mich einzubringen, meine Ideen zu verfolgen und vor allem den Merheitswillen anzunehmen und diesen gemäß der Aufgabe des Vorsitzenden gegenüber anderen Gliederungen und auch Piraten-externen Organisationen zu vertreten.

Die meisten die mich kennen werden sich  fragen, ob das nicht zuviel sei. Diese Befürchtung ist berechtigt, gerade weil ich mich in der Vergangenheit gerne in vielen verschiedenen Aufgaben verausgabte, während meine eigenen Belange hinten angestellt wurden.

Das ist hier nicht der Fall.

Ich bin mir der Gefahr bewusst, und habe mit Menschen aus allen Bereichen meines Engagements gesprochen. Ich bin mir über den Umfang dessen bewusst, was es braucht um die einzelnen Aufgaben gut zu erfüllen, und kann dieses leisten. Außerdem – und das ist so vortrefflich –  gibt es in in jedem Feld meines Interesses  Leute, die angeboten haben mir zu helfen. Das freut mich sehr, und half bei der Entscheidung. Ich kann also versichern, dass für ich sowohl für dieses Amt, als auch für alle bisherigen Aufgaben und Positionen genügend Ressourcen habe.

Ein weiterer Punkt – und ich führe ihn lediglich an um zu zeigen, dass auch dieser bedacht wurde – ist das mit der Kandidatur eingehende Identifizieren mit dieser Partei. Ich stehe für ihre Werte und Ziele ein.

Severin

Meine Seite im Wiki der Piratenpartei:

http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Audiophiel

5. September 2012
von audiophiel
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Jeder Tweet >130 Zeichen – auch ein Leben am Limmit

In letzter Zeit (seit ich bei den Piraten bin) stolpere ich immer wieder in – für mich – ganz neue Kreise. Beispielsweise Twitter. Lange habe ich mich ja dagegen gewehrt. Bis ich dann schließlich doch (unter kräftiger Mithilfe von zweier Freiburger Piraten) einen Account bekam. Seit dem bin ich teil dieser Welt.
Dienste wie Twitter sind Ausprägungen eines tiefgreifenden Wandels im Informationsfluss. Der klassische (bzw. alte) Weg ist von einigen wenigen Quellen hin zu vielen Konsumenten. Das Internet ermöglicht jedem selbst eine Quelle zu sein, und dieser Text ist ein Beispiel dafür. Aber soweit nichts neues. Twitter ist eine ganz spezieller Aspekt dieses Phänomens. Man hat pro Tweet (Nachricht) nur 140 Zeichen zu Verfügung. Kein erbarmen. URL shorting- Dienste ermöglichen wenigstens Lange links relativ zeichensparend unterzubringen.
Nichts desto trotz: man ist gezwungen seine Aussagen völlig zu entschlacken, und komplett nackt zu twittern. Dies führt zu interessanten Erfahrungen. Gerade wenn man bestrebt ist, auch mit vielen Worten wenn es sein muss, seine Gedanken zu vermitteln, ist oftmals ein mehrfaches überarbeiten nötig, damit der Inhalt in den gegebenen Rahmen passt. Eine verblüffende Entdeckung: Es Klappt tatsächlich! Scheinbar sind oftmals doch nicht so viele Worte nötig wie im mündlichen verwendet. Oder doch?
Beispielsweise Ironie oder Sarkasmus. Das diese in schriftlicher Kommunikation schwerer zu übermitteln sind als mit der Hilfe von Stimmlage, Gestik, Miemik ist klar. Bei genügend langem Text ist ein Erkennen aber trotzdem gut möglich. Bei einer durchschnittlichen Wortlänge von knapp über 6 Zeichen bedeutet das etwa 20 Wörter in denen also nicht nur Inhalt sondern auch intention rhetorischer Figuren zu vermitteln sind. Schwierig.
Die Folgen können Missverständnisse und ein unglaublich ruppiger “Ton” (bzw. das geschriebene Pendant dazu) sein.

Es benötigt also gewisse Kompetenzen um mit Twitter (sinnvoll) umzugehen. Ein Sinn für Ironie und Sarkasmus ist (zumindest bei denen, den Ich Folge) unabdingbar. “Trollkompetenz” ist genau sowichtig. Darunter wird im allgemeinen die Fähigkeit verstanden auf provozierende Beiträge gelassen und der Provokation nicht folgend zu handeln verstanden.
Noch etwas fällt auf, manche Leute haben sehr viele Follower. Beispielsweise folgen der @Afelia ca. 10.000 Menschen (oder zumindest Accounts) mehr als der @SZ. Man muss sich das mal vorstellen: theoretisch kann jeder, die Tweets einer Person lesen. Aber die Follower bekommen alle nachrichten unmittelbar angezeigt. Leider habe ich keine Statistik zur Hand, wie viele Follower diese auch lesen – aber viele sind es sicher.
Ich glaube, nur wenige würden das was sie Twittern nur vor einem Bruchteil so vieler Menschen wie ihnen folgen laut sagen. Auch #hashtags haben eine große Reichweite. Man braucht beispielsweise gar keine Medien und Journalisten unter seinen Followern haben, mit einem populären #hashtag wird man auch so gefunden. Ähnliches gilt für Retweets (Weiterleitung einer fremden Nachricht an alle eigenen Follower).
All dieser Eigenschaften sollte man sich Bewusst sein.

Eine frage wurde noch nicht angesprochen: wenn es also möglich ist Aussagen in so wenigen Worten zu treffen, sollte man das dann nicht auch tun?
Solange Kommunikation aber nicht nur der Weitergabe von Informationen dient, sondern auch teil einer Kulturellen Interaktion ist. Sind auch jene Teile einer Nachricht, welche nicht unverzichtbare Informationträger sind, wichtig. Das weglassen dieser fehlt bei Twitter. Deutlich.

 

Audiophiel

30. August 2012
von audiophiel
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Erfahrungen mit den Piraten [1] Erster Eindruck

Mittlerweile bin ich etwas länger als ein halbes Jahr Mitglied bei der Piratenpartei. Die Erfahrungen und Eindrücke aus dieser Zeit möchte ich in einer Serie von Blogartikeln Zusammenfassen.
Die ersten Schritte sind schnell gesagt. Gegen Ende meiner Schulzeit entwickelte sich ein Interesse an politischen Themen und Fragen. Allerdings kam dann fix das Abi und im Anschluss mein Zivildienst. Während des letzteren kam ich allerdings wieder enger mit Politischen Themen in Kontakt.
Eigentlich eher aus der grünen Ecke stammend, habe ich mich umgeschaut in welcher Form ich mich Politischen betätigen kann. Schlussendlich war nur die Frage Grüne oder Piraten.
Ich entschied mich für letztere, nach dem mich die hiesige Gruppierung sofort von sich überzeugt hat.
Die aktiven Piraten in Freiburg sind ein bunter Haufen. Wenn es eine Schublade gibt, in der man sie – oder eher uns – sperren kann, dann in jene welche alle nicht schubladisierbaren beinhaltet. Nichtsdesto trotz ist es schon ein besonderer Schlag Mensch der sich zumindest ein Stück weit mit dieser Partei identifiziert. Natürlich ist es auch so, dass Quasi jeder sein Smartphone dabei hat. Auch das Piratenvokabular hat eine deutliche Schnittmenge aus der Netzkultur. Trotz dem ist ein Bild der Piraten als Nerds sehr falsch.

Die Kommunikation bei den Piraten findet zum größten Teil online statt. Mumble, Mailinglists, Twitter… Gearbeitet wird in Pad’s. Aber nicht nur. Es gibt viele „Offline Treffen“ in RealLife. Die Wöchentlichen Stammtische bzw. PiratenTreff’s sind Beispiele dafür. Jede Woche trifft man sich, wobei jedes zweite eine Tagesordnung hat. An diesen Treffen wird auch Organisatorisches geklärt, während die anderen nur dem Zusammensein dienen.
Eine Sache war von Anfang an bezeichnend: Die Qualität der Diskussionen. Politische, Gesellschaftliche, Wissenschaftliche – egal bei welchen Themen, die Art und Weise der Diskussion spielt eine große Rolle.
Mit Sicherheit ist die hier hochgelobte Kultur in dieser Form nicht in Jeder Gliederung anzutreffen. Aber ich finde es dennoch im höchsten Maße bemerkenswert und toll, dass hier so ein Wert darauf gelegt wird. Ein ständiges Aufeinander achten und gegenseitiges Korrigieren (in positiver, Konstruktiver Art) sorgt dafür, dass die weniger Wortgewaltigen in einem hitzigen Gespräch nicht niedergeredet werden und genauso zu Wort kommen. Wie wenn nicht so kann ein Systhem funktionieren, dessen Ziel eine möglichst hohe Beteiligung ist?

Audiophiel